Simon Michael Biografie (Stand: Juni 2006)

Ich wurde am 13. April 1984 in Heidelberg gewboren. Die ersten fünf Jahre meines Lebens habe ich in Mannheim verbracht. In dieser Zeit fällte ich schon eine folgenschwere Entscheidung für mein späteres Leben, denn ich beschloss schon damals, Schlagzeuger zu werden. Der Schlüsselmoment war eine TV- Show, die ich sah, als ich drei war- und da waren diese Drums... von diesem Tag an bis heute habe ich hart dran gearbeitet, meinen Traum Wirklichkeit werden zu lassen.). Ich fing damit an, all die Rhythmen, die ich auf den Kasetten meines Bruders und im Radio gehört hatte, auf Kartons zu spielen, die mir mein Großvater immer mitbrachte, wenn er zu Besuch kam. Von ihm bekam ich auch meine ersten Sticks. Zuerst welche, von ihm eigenhändig aus Zwetschgenholz geschnitzt, zu Weihnachten dann schließlich ein paar "echte"! Als ich fünf war, zog meine Familie nach Enger/ Westfahlen. Dort spielte ich mit sechs Jahren zum ersten mal auf einem richtigen Drumset. Meine Eltern versuchten mir damals, dem Spaß am Musikmachen zu verderben, indem sie mich in den örtlichen Kinderchor schickten. Aber sie schafften es zum Glück nicht ;-) Zwei Jahre später, ich war in der zweiten Klasse, zogen wir nach Forchheim- eine 30 000 Einwohner Stadt in der Nähe von Nürnberg. Kurz darauf kaufte ich mir vom Ersparten den fast schon legendären Yamaha DD11, ein kleines elektronisches Drumset. Ich spielte die darauf abgespeicherten Rhythmen nach und hatte so schon damals, ohne in irgendeiner Weise praktischen Nutzen daraus zu ziehen, ein kleines Reportiore an Standardbeats abrufbereit. Ein Jahr später war es dann soweit. Ich kaufte mir, mit tatkräftiger Unterstützung meines Vaters, ein gebrauchtes Sonor Performer Drumset! Also war ich ersteinmal am Ziel: Ich hatte ein "Schlagzeug"! Ich habe das Set heute noch. Die haben damals echt sehr gute Instrumente gebaut, zumindest klingt es immernoch sehr wuchtig und fett. Tolles Set!

Mit zehn Jahren begann ich das Herder Gymnasium in Forchheim zu besuchen. Ich ging hier auf en Musischen Zweig, das bedeutet, ich hatte Klavierunterricht und Musik als Hauptfach von Beginn an. Außerdem spielte ich von der fünften Klasse bis zum Abitur in der Big Band der Schule, später auch in anderen Ensembles wie dem klassischen Orchester. Ich erhielt desweiteren Unterricht in klassischer Harmonielehre und Musikgeschichte. Nach einer Odysee bei verschiedenen Schlagzeuglehrern erhielt ich über Jahre hinweg Unterricht bei Willy Melzer, Schlagzeuger der Hofer Symphoniker, am Erlanger Musikinstitut. Er vermittelte mir nicht nur Drumset, sondern auch kleine Trommel, Pauken und Malletts im klassischen Sinne. Meine Großmutter ermöglichte es mir auch, mir ein Marimbaphon zu kaufen- ein tolles Instrument! 

Im Grunde genommen absolvierte ich bis zum Abitur, dass ich sogar mit Schlagzeug absolvierte, eine Art kleines Musikstudium. Erst jetzt, in meinem Berufsleben als freischaffender Musiker, geht mir in voller Größe auf, wie wichtig das alles ist, was ich damals vermittelt bekam. Ich kann wirklich nicht oft genug "Danke" sagen zu denjenigen, die sich damals um mich gekümmert haben. Ich möchte sie hier wenigstens einmal erwähnt haben: Willy Melzer, Michael Tessaro, Helene Hummel, Emilio Angoulo und, natürlich, Angelika Bogendörfer. Außerdem meine weiteren Schlagzeuglehrer, Freunde und Mentoren Sebastien Angrand und Daniel Zimmermann, die immer ein offenes Ohr für meine Fragen haben und für mich da sind, wenn ich mal ein "musikalisches" Problem habe. 

In meiner Schulzeit gründete ich (genaugenommen 1995) auch die Band The Rising Force mit meinem Bruder Chris an der Gitarre und meiner Schwester Dodo am Keyboard. Die Band hat mittlerweile vier CDs veröffentlicht und existiert unter dem Namen Silverlane heute noch. Bis zum Abitur, das ich 2003 machte, spielte ich unzählige Auftritte, viele davon als Aushilfsdrummer bei anderen Bands. Mit fünfzehn hatte ich mein erstes professionelles Angebot, mit siebzehn folgten ein paar weitere. Musik und Schule war schließlich kaum noch unter einen Hut zu bringen, dennoch schaffte ich mein Abi irgendwie. Kurz davor schaffte ich es, die Firma Meinl auf mich aufmerksam zu machen. Für sie war es keine Frage, ein junges Drumming- Talent aus der Umgebung ihres Stammsitzes in Neustadt/ Aisch zu unterstützen. Das war wirklich für mich der Hammer damals. Meinl hat einen großen Teil dazu beigetragen, dass ich mich in den letzten Jahren so entwickeln konnte. Auch an dieser Stelle mal ein riesen "DANKESCHÖN!".

Direkt nach dem Abitur begann ich eine Lehrertätigkeit an der städtischen Sing- und Musikschule in Forchheim, die zwei Jahre lang ging. Leider musste ich die Stelle wieder abgeben aufgrund meiner Touraktivitäten, denn im Frühjahr 2005 stieg ich, relativ kurzfristig und überraschend, bei einer der erfolgreichsten deutschen Bands ein: Subway To Sally. Auf einmal stand ich bei Festivals wie Rock im Park, Rock am Ring, With Full Force, Highfield usw. auf der Bühne. Im Sommer folgte eine Platte, die in den Deutschen Albumcharts auf Platz fünf einstieg und eine ausverkaufte Tournee im Herbst und Winter 2005.

2006 startete ähnlich erfolgreich mit einer Echo- Nominierung (Beste Rock- und Alternativband national) und einer, wiederum, ausverkauften Akustik- Tour. Beim letzten Konzert in Berlin wurden eine DVD und eine Live CD mitgeschnitten, die im Herbst erscheinen werden. Ein neues Studioalbum soll ebenfalls ab Herbst in Angriff genommen werden.

Im Moment arbeite ich außerdem an Material für eine ganz neue Band...

Das war´s dann soweit ersteinmal, glaube ich ;-)